Einrichtungen und Programme
»Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist!«

Diesem Grundsatz von Anuradha Koirala, Gründerin und Leiterin von Maiti Nepal, folgt die Organisation mit einer Vielzahl verschiedener Einrichtungen und Programme.

 Foto: Gereon Wagener  




Foto: Gereon Wagener

Rehabilitations- und Schutzzentrum

Das Rehabilitations- und Schutzzentrum dient der Aufnahme von Mädchen und Frauen, die aus den Bordellen Indiens zurückkehren. Sie werden medizinischversorgt und psychologisch betreut und erhalten die Möglichkeit einer Ausbildung. Darüber hinaus werden von Maiti Nepal Mädchen aufgenommen, die besonders gefährdet sind, verschleppt zu werden. Sie besuchen die angegliederte Schule. Zu dem Rehabilitations- und Schutzzentrum gehört ferner eine Klinik. Das Rehabilitations- und Schutzzentrum bietet Platz für über 100 Frauen und für über 300 Mädchen.

 Foto: Gereon Wagener  




Foto: Gereon Wagener

Transit Homes

Durch Kontrollen an den wichtigsten Grenzübergängen zu Indien sollen verschleppte Mädchen und Frauen abgefangen werden. Sie werden in den Transit Homes vorübergehend aufgenommen. Ferner leisten die Transit Homes Aufklärungs- und Informationsarbeit. Maiti Nepal unterhält derzeit neun Transit Homes.

 Foto: Peter Bashford   




Foto: Peter Bashford 

Prevention Homes

Durch Ausbildungsprogramme sollen Mädchen und Frauen, die besonders gefährdet sind, verschleppt zu werden, geschützt und gestärkt werden. In den Prevention Homes werden ihnen in mehrmonatigen Kursen handwerkliche Fertigkeiten vermittelt.
Darüber hinaus werden Themen wie Menschenrechte, insbesondere Kinder- und Frauenrechte, behandelt. Zurzeit betreibt Maiti Nepal drei Prevention Homes.

 Foto: Manish Koirala  




Foto: Manish Koirala

Kontrollstation Thankot

Die Kontrollstation Thankot liegt an der einzigen Ausgangsstraße, die das Kathmandutal mit dem Westen und Süden Nepals sowie mit Indien verbindet. Es ist besonders wichtig, hier präsent zu sein, um verschleppte Mädchen und Frauen frühzeitig abzufangen. Hierzu kontrollieren Mitarbeiterinnen von Maiti Nepal die täglich im Schnitt 1 200 Fahrzeuge, die die Station passieren. Um die Aufklärungs- und Informationsarbeit zu verstärken, wurde 2006 ein Informationsbüro eingerichtet. Hier wird unter dem Leitbild Safe Migration über Menschenhandel informiert.

 Foto: Gereon Wagener  




Foto: Gereon Wagener

Hospiz

Für Kinder und Frauen, die mit HIV infiziert oder an AIDS erkrankt aus den Bordellen Indiens zurückkehren, betreibt Maiti Nepal ein Hospiz. So soll den Betroffenen, denen anders nicht mehr geholfen werden kann, ein Sterben in Geborgenheit und Würde ermöglicht werden. Derzeit leben 50 Kinder und Frauen in dem Hospiz.

 Foto: Gereon Wagener  




Foto: Gereon Wagener

Aufklärungs- und Informationskampagnen

Regelmäßige Aufklärungs- und Informationskampagnen dienen der Prävention. Sie werden gezielt in Gebieten durchgeführt, in denen Mädchen und Frauen besonders gefährdet sind, verschleppt zu werden. Dabei setzt Maiti Nepal neben Postern und Handzetteln insbesondere Lieder und kurze Theaterstücke ein, um so auch Mädchen und Frauen ansprechen zu können, die nicht lesen und schreiben können.

Initiative Hope

Die Initiative Hope ist ein Zusammenschluss von vier internationalen Unterstützerorganisationen, darunter federführend die BONO-Direkthilfe e.V. Ziel ist es, mit HIV infizierten oder an AIDS erkrankten Kindern und Frauen bei Maiti Nepal moderne Medikamente zur Unterdrückung der Immunschwächekrankheit zur Verfügung zu stellen. Dank der 2003 gestarteten und in Nepal nach wie vor einzigartigen Initiative können zurzeit 21 Kinder und Frauen mit den antiretroviralen Medikamenten versorgt werden.

Einrichtungen von Maiti Nepal Einrichtungen von Maiti Nepal

Über die hier dargestellten Einrichtungen und Programme hinaus ist Maiti Nepal noch auf vielfältige andere Art und Weise für gefährdete und notleidende Mädchen und Frauen aktiv.

Dieser Text wird von Stephan Weber und der BONO-Direkthilfe e.V. unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht.
Alle Daten und Zahlen entsprechen dem Stand vom 15. September 2007.

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Kosten: 60 Euro pro Monat
 
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