Gesichter der Gewalt
Es ist unvorstellbar und doch traurige Realität: Im 21. Jahrhundert gehört Gewalt zum Alltag vieler Frauen. Eine von drei Frauen wird im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt - und viele werden es jeden Tag. Die Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Über zwei Millionen Frauen werden jedes Jahr Opfer von Genitalbeschneidung, Ehrenmorden, Säureattacken oder anderen traditionell akzeptieren Praktiken. Zwangsheiraten bedeuten für nahezu 80 Millionen Mädchen pro Jahr - oft noch nicht einmal 15 Jahre alt - ein abruptes Ende der Kindheit und für viele von ihnen den Beginn lebenslanger häuslicher und sexueller Unterwerfung. Weitaus mehr Mädchen als Jungen gehen nicht zur Schule und müssen unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Vergewaltigungen - in vielen Konflikten systematisch als Waffe eingesetzt - fügen unzähligen Frauen tiefe seelische Narben zu.
Besonders unermesslich ist ist die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen: Schätzungen zufolge werden weltweit Jahr für Jahr zwischen 700 000 und vier Millionen Mädchen und Frauen verkauft und zur Prostitution gezwungen. Hunderttausende weitere Mädchen und Frauen werden durch Armut und Aussichtslosigkeit in die Prostitution getrieben. Dieser Handel ist ebenso lukrativ wie zerstörerisch: Bleiben den Menschenhändlern schätzungsweise bis zu zwölf Milliarden Dollar Profit pro Jahr, leiden die Betroffenen oft ein Leben lang unter den gesundheitlichen und seelischen Folgen der Zwangsprostitution. Viele von ihnen, die Tag für Tag etliche Freier empfangen müssen, sind zudem bereits nach kurzer Zeit mit HIV infiziert.
Zeichen der Hoffnung
Gewalt gegen Frauen betrifft uns alle: Allein die Tatsache, dass Millionen Frauen jedes Jahr zur Ware gemacht werden, ist auch ein Appell an unsere Menschlichkeit. Deswegen arbeitet die BONO-Direkthilfe e.V. mit überzeugenden Partnerorganisationen zusammen - für Gleichheit und Freiheit von Mädchen und Frauen. Unsere Partnerorganisation New Light betreibt zum Beispiel in Kalighat, einem der größten Rotlichtviertel Kolkatas das Soma Memorial Girls' Home. Hier erhalten Töchter von Prostituierten, die besonders gefährdet sind, ebenfalls in die Prostitution gedrängt zu werden, die Möglichkeit außerhalb des Alltags sexueller Ausbeutung aufzuwachsen. Sie erhalten eine Ausbildung und damit neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben jenseits der Gewalt. Es gibt viele Möglichkeiten wie diese, Zeichen der Hoffnung zu setzen: Helfen auch Sie! Informieren Sie sich über die Arbeit unserer Partnerorganisationen und unterstützen Sie diese mit Ihrer Spende - direkt, unbürokratisch und zu 100 Prozent!